São Paulo





 


Biennale-Pavillon, Ibirapuera-Park, São Paulo
Foto: © Institut für Auslandsbeziehungen e. V. (ifa), Stuttgart
























Internationale Architekturbiennale São Paulo

São Paulo ist eine Weltmetropole – industrieller Ballungsraum Lateinamerikas und Kulturzentrum Brasiliens. Nicht ohne Grund wird São Paulo auch als die „größte deutsche Industriestadt“ bezeichnet: Rund 1000 deutschen Industrie-Unternehmen sind hier ansässig und stellen damit die weltweit größte Konzentration deutscher Firmen dar.

São Paulos Rolle als Kulturstadt wird nicht zuletzt auch durch die Biennale gefestigt. Die In-ternationale Architekturbiennale São Paulo wurde 1973 von der Biennale-Stiftung Fundação Bienal als Ergänzung zur São Paulo-Kunstbiennale ins Leben gerufen. Veranstaltungsort ist der vom Architekten Oscar Niemeyer gestaltete Biennale-Pavillon, der sich im Parque do Ibirapuera – einem großen öffentlichen Stadtpark – befindet. Unter dem Dach dieser Ausstellungshalle finden sich alle anwesenden Nationen zusammen und präsentieren gemeinsam ihre Projekte. Die Ausstellung ist groß, abwechslungsreich und voller Leben.

Besonders im südamerikanischen Raum hat die Ausstellung als Plattform für architekturbezogene Themen einen hohen Stellenwert. Im Jahr 2005 konnten rund 250.000 BesucherIn-nen gezählt werden. Wie bei der Architekturbiennale in Venedig stieg auch hier die internationale Resonanz in den letzten Jahren stetig an, São Paulo gilt nach Venedig als die zweitwichtigste internationale Architektur-Schau.

Die letzte Architekturbiennale wurde mit großer Begeisterung von den BesucherInnen – überwiegend südamerikanisches Architektur-Fachpublikum, aber auch interessierte Laien – aufgenommen. Im Jahr 2005 war der Eintritt erstmals kostenpflichtig, jedoch betrug er nur umgerechnet 50 Cent und berechtigte auch zum Besuch aller Begleitveranstaltungen. Diese sowie die zahlreichen Vorträge beteiligter Architekten aus den verschiedenen Ländern waren sehr gut besucht und wurden vom Publikum mit großem Interesse verfolgt. Besonders am Wochenende erlebte die Ausstellung einen Besucheransturm. Die Stimmung war geprägt von intensiver Kommunikation.